Dienstag, 25. März 2025

Reiche Argumentationslosigkeit

Isabel Grupp-Kofler kommt "aus der Welt, wo man jeden Tag arbeitet." So kontert sie die Linken Politikerin Reichinnek. Diese fragt zurecht, warum soziale Arbeit denn keine Arbeit sei. Eine richtige Frage. Denn die eine stammt aus einer Unternehmerfamilie, wird von ihrem Vater als Nachfolgerin im Unternehmen installiert und verdient viel Geld. Sie wird viel arbeiten, bestimmt. Aber das sie weiß wie das Leben von Menschen mit Einkommen unterhalb 30.000 Euro ist, bezweifle ich stark. Sie denkt, dass Bürgergeldbezieher die Schmarotzer sind. Dabei scharotzt sie und zwar kräftig. Woher kommt denn ihr Gehalt. Meint sie wirklich irgendjemand würde es merken, wenn sie durch einen anderen Geschäftsführer ersetzt werden würde. Ich bezweifle es. Sie kümmert sich, bestimmt. Aber es ist reine Behauptung, dass Unternehmenserben oder solche die es werden wollen, mehr Qualität mitbringen würden als viele andere. Der Grund ist simpel. Wenn du an der Spitze anfängst, dann vergisst du das Fundament. Du verstehst Dinge einfach nicht. Das ist kein Vorwurf an die Person. Sie kann es nicht wissen. Aber das zu akzeptieren, sollte möglich sein. 

Wie argumentationslos Frau Grupp-Kofler ist, sieht man daran, dass sie ihr Gegenüber diskreditieren muss. Das 100 Mrd. Euro mehr als 60 Millionen sind. Wir aber bei den 60 Millionen einen enormen Aufwand treiben diesen Wert auf Null zu drücken und bei den 100 Mrd. quasi nichts tun, könnte sie anerkennen. Sie versteht nicht, dass die sozialen Sicherungssysteme für sie gebaut sind. Sie soll als reiche Person geschützt werden. In mehrfacher Hinsicht. Ihre potentiellenArbeitskräfte sollen nicht sterben und / oder marodierend ihren Reichtum zerstören. Da Reichtum dumm macht und anti-sozial kann sie das nicht verstehen. Gut das es endlich wieder linke Stimmen gibt, welche solche Personen irritieren.

Chris

Montag, 17. März 2025

Autonormative Erlebnisse

Mal wieder parkt jemand auf dem Radweg. Auf meinen Hinweis, dass dies kein Parkplatz sei, kam die lapidare Antwort. "Ihr fahrt ja auch wie die Verrückten". Ausweichen auf eine Verallgemeinerung aller Radfahrer, auf ein Thema, dass nicht mit dem Fakt, dass die Person dort parkte zu tun hat.

Keine Einsicht einen Fehler gemacht zu haben, oder wenigstens die Floskel "ja nächstes Mal achte ich darauf". Nein nur Wut und unendlich schlechte Argumentation. Es war also scheinbar mein Fehler, weil ich auf einem Radweg fahren möchte und möchte das diese intakt bleibt. Ist dieser dann durchs Parken von schweren Automobilen kaputt und man wechselt auf die Straße, dann wird man von eben jenen Personen beschimpft man solle doch den Radweg nehmen.

Das ist das autonormative Denken. Selbst wenn es Radinfrastruktur gibt, muss sie gegen Autos verteidigt werden. 

Chris

Samstag, 15. März 2025

Musksche Widersprüche

Elton Musk relativiert Massenmorde. Die Diktatoren waren nicht verantwortlich. Es waren die Beamten darunter. Bei der Durchführung hat er Recht und es ist klar warum er das sagt. Staatsbedienstete sind schlimm und gehören entlassen. Rassismus meets libertäre Ideologie.

Statt uns zu empören, sollten wir ihm sein Vermögen wegnehmen. Wieso sollte er es besitzen? Seiner Logik folgend tragen seine Angestellten die Verantwortung, nicht er.

Jeder der meint Elon Musk sei ein Genie; Nein.

So sollte man solche Personen stellen. Nicht ihr Empörungsspiel mitmachen, sondern ihre geforderten Regeln auf diese Personen anwenden. Bei vielen MAGA Wählern kommt jetzt das Erwachen. Das sie es sind die vom Staat profitieren und jetzt nicht mehr. Diese Erkenntnis traue ich asozialen Milliardären nicht zu. Aber lustig ist es trotzdem.
 
Chris

Dienstag, 4. März 2025

Berichterstatung zum Anschlag

Die Berichterstattung zum Anschlag in Mannheim ist augenöffnend. Es gibt keinen Brennpunkt. Die Politikelite meint, es gäbe keine 100 prozentige Sicherheit im Land. Der Mann sei wahrscheinlich psychisch krank und gehört in Behandlung. Es wird unaufgeregt den Opfern und Angehörigen gedankt.

Soweit so gut. Was ist der Unterschied zu den letzten Anschlägen mit einem Auto. In allen drei Fällen (Magdeburg, München und Mannheim) waren es Männer. In zwei Fällen waren sie psychisch erkrankt. In einem Fall (Magdeburg) Anhänger der AfD. Alle fuhren ein Auto in der Innenstadt und töteten Menschen. In zwei Fällen wird die Polizei vor Ort wegen mangelenden Hindernissen kritisiert. In einem Fall war der Täter bekannt und wurde psychologisch behandelt, aber wieder entlassen. 

Man sieht also. Es sind Männer mit Problemen. In zwei von drei Fällen ist das Ergebnis dieser Analyse, dass wir Menschen abschieben müssen und die Asylgesetzgebung verschärfen müssen. In einem Fall gab es keine Forderung.

Forderungen nach einer besseren personellen Ausstattung der Polizei oder psychologischen Beratungs- und Behandlungsstellen gab es nicht. 

Was unterscheidet diese Fälle? Das Geburtsland der Täter und deren Eltern. Nicht mehr und nicht weniger. 

Das rechte Parteien das so machen, ist klar. Aber der so moralische öffentlich rechtliche Rundfunk macht es genauso. Ein Migrant sorgt für eine Sondersendung. Das ein Mensch mit Migrationshintergrund dieses Mal schlimmeres verhindert, wird nicht prominent erwähnt. Das ist der gleiche öffentlich rechtliche Rundfunk, der Demokratie und Freiheit hochhält und für eine billige Empörung diese Ideale wegschmeißt und die Lebensrealität von Millionen Menschen fahrlässig verschlechtert.

Diese Menschen müssen sich dann anfeinden lassen. Warum? Weil sie anders aussehen. 

Was müsste der öffentlich rechtliche Rundfunk eigentlich machen? Wenn Merz & Co. ihren rassistischen Wahn ausspielen, müssen sie fragen was das helfen soll. Sie müssen fragen, warum genau diese Unterschiede gemacht werden. Warum es legitim ist Qutasch zu fordern, obwohl es eigentlich verboten ist Menschen zu töten und es wahrscheinlich an Personal fehlt. Man müsste fragen, warum sich Menschen radikalisieren, während Politiker sich mit radikalen Forderungen seit Jahren überbieten.

Und man müsste sie endlich mal fragen, warum wir uns Superreiche leisten. Auch an dieser Stelle. Denn diese Frage muss man immer stellen.

 Chris

Montag, 3. März 2025

Und schon wieder

Es scheint gerade Mode zu sein in Innenstädten Menschen mit dem Auto zu töten. Die zentrale Frage warum man mit so etwas gefährlichem wie einem Auto in eine Innenstadt fahren darf, wird nicht gestellt.

Chris